Simbabwische Autorin Sue Nyathi über Erfolg ihres Romans „The Polygamist“ bei Netflix

Die simbabwische Autorin Sue Nyathi steht nach dem internationalen Erfolg ihres Debütromans „The Polygamist“ im Rampenlicht. Das Buch, das sie vor Jahren aus eigener Tasche veröffentlichte, wurde nun von Netflix verfilmt und erzielte weltweit Aufmerksamkeit – besonders unter Frauen in Afrika, die sich in der Geschichte wiedererkennen.

Nyathi nutzt ihre neue Plattform, um auf strukturelle Hürden für afrikanische Schriftsteller hinzuweisen. In einem Interview betont sie, dass viele talentierte Stimmen nicht gehört werden, weil das Schreiben oft nur denjenigen möglich sei, die finanziell unabhängig sind. „Wer kann es sich heute noch leisten, zu schreiben?“, fragt sie provokant und macht damit auf die prekäre Lage vieler Kulturschaffender in Simbabwe und ganz Afrika aufmerksam.

„The Polygamist“ behandelt komplexe Themen wie Polygamie, weibliche Solidarität und gesellschaftlichen Druck im modernen Simbabwe. Der Roman zeichnet ein ehrliches Bild urbaner Familienstrukturen und hat durch die Adaption nun eine breite globale Zielgruppe erreicht. Nyathis Durchbruch gilt vielen als Symbol dafür, dass afrikanische Geschichten endlich ihren Platz auf der Weltbühne finden – doch oft erst dann, wenn sie außerhalb des Kontinents produziert werden.

Quellen: BBC News – World