Die simbabwische Elektrizitätsbehörde ZESA steht weiterhin unter erheblichem finanziellen Druck. Laut aktuellen Angaben waren staatliche Institutionen wie Ministerien, lokale Behörden und parastaatliche Unternehmen bis Februar 2026 mit insgesamt rund 188 Millionen US-Dollar bei ZESA im Rückstand. Diese ausstehenden Zahlungen verschärfen die ohnehin prekäre finanzielle Lage des Energieversorgers, der bereits mit infrastrukturellen Herausforderungen und Energiemangel zu kämpfen hat.
ZESA spielt eine zentrale Rolle in der Energieversorgung des Landes, leidet aber seit Jahren unter fehlenden Investitionen, technischen Ausfällen und unregelmäßigen Zahlungseingängen. Die Nichtzahlung durch staatliche Stellen – die eigentlich zum selben Regierungsapparat gehören – untergräbt die operative Stabilität des Unternehmens und erschwert Modernisierungsprojekte.
Experten warnen, dass diese interne Zahlungsunzuverlässigkeit langfristig die Energieversorgung gefährdet und Reformbemühungen behindert. Ohne strukturelle Lösungen und disziplinierte Haushaltsführung innerhalb der öffentlichen Verwaltung bleibt ZESA in einer Abwärtsspirale, die letztlich die Bevölkerung durch Stromausfälle und Preisanpassungen spürt.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business