Streikdrohung bei Kenias Schienenverkehr: SGR-Dienste gefährdet

Die Standard Gauge Railway (SGR), eine der wichtigsten Infrastruktureinrichtungen Kenias, steht vor einer möglichen Stilllegung, nachdem Eisenbahnarbeiter einen Arbeitskampf angekündigt haben. Die Gewerkschaft der Eisenbahner warnt, dass sämtliche Zugdienste im Land eingestellt werden könnten, wenn Kenya Railways den jahrelang anhängigen Forderungen nach besseren Löhnen, verbesserten Arbeitsbedingungen und der Behebung von arbeitsrechtlichen Missständen nicht nachkommt.

Die Arbeitnehmer beschreiben ihre Situation als zunehmend unhaltbar: niedrige Gehälter, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und systematische Missachtung von Tarifverträgen. „Wir haben jahrelang geduldig verhandelt, doch unsere Anliegen werden ignoriert“, erklärte ein Gewerkschaftssprecher gegenüber Capital FM. Sollte es zu einem Streik kommen, wäre nicht nur der Personenverkehr zwischen Nairobi und Mombasa betroffen, sondern auch der für die Wirtschaft lebenswichtige Frachttransport.

Die SGR verbindet Kenias Hauptstadt mit der wichtigsten Hafenstadt Mombasa und spielt eine zentrale Rolle im regionalen Handel. Eine Unterbrechung der Dienste könnte gravierende Auswirkungen auf die Lieferketten und die Wirtschaft haben. Bisher hat Kenya Railways keine konkrete Reaktion auf die Drohung veröffentlicht. Beobachter erwarten jedoch, dass in den kommenden Tagen Verhandlungen unter Vermittlung des Arbeitsministeriums aufgenommen werden könnten, um eine Eskalation zu verhindern.

Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya