Sudan hat am Dienstag seinen Botschafter in Äthiopien zurückgerufen, nachdem die Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern erheblich zugenommen haben. Der Schritt erfolgt im Kontext von schwerwiegenden Vorwürfen, die Sudan gegen Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erhoben hat. Sudanische Militärvertreter beschuldigten Äthiopien, an Drohnenangriffen auf den internationalen Flughafen von Khartoum beteiligt zu sein.
Der sudanesische Außenminister äußerte sich besorgt über die Situation und bezeichnete die Handlungen Äthiopiens als einen „falschen Weg“, der letztlich bedauert werden würde. Diese Vorwürfe haben die Beziehungen beider Länder auf einen gefährlichen Wendepunkt gebracht, da sie traditionell bereits durch Grenzkonflikte, insbesondere um die umstrittene Region El Fashaga, belastet sind.
Ethiopien hat die Vorwürfe zurückgewiesen und als „haltlos“ bezeichnet. Die Regierung in Addis Abeba fordert stattdessen einen Dialog und ein Ende der Gewalt in Sudan, wo ein anhaltender Konflikt die humanitäre Lage weiter verschärft.
Die angespannte Situation zwischen Sudan und Äthiopien könnte schwerwiegende Folgen für die Stabilität in der gesamten Region haben, insbesondere angesichts der bereits bestehenden Konflikte in Sudan und der humanitären Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist.
Quellen: Africanews EN, BBC News – Africa, AllAfrica – Ethiopia