Die sudanesische Geflüchtete Sahra hat im Tschad eine bemerkenswerte Führungsrolle übernommen: Sie ist heute Schulleiterin in einem Flüchtlingscamp, wo sie hunderten Kindern nicht nur Bildung, sondern auch Sicherheit und Stabilität vermittelt. Vor ihrer Flucht aus Sudan war Sahra bereits Lehrerin – eine Erfahrung, die sie nun in ihrem neuen Umfeld nutzt, um anderen zu helfen.
Seit dem Ausbruch des Konflikts in Sudan im Jahr 2023 sind mehr als 500.000 sudanesische Flüchtlinge in den Tschad geflohen. Viele von ihnen sind Kinder, die traumatisiert und ohne Zugang zu Bildung ankommen. Inmitten dieser humanitären Krise spielen Schulen in den Camps eine entscheidende Rolle. Sie bieten nicht nur Unterricht, sondern dienen auch als geschützter Raum, in dem Kinder wieder Normalität erfahren können.
Sahra leitet heute eine dieser Schulen im Osten des Tschad, einer Region, die besonders stark von der Aufnahme sudanesischer Flüchtlinge betroffen ist. Mit Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen hat sie das Schulprogramm ausgebaut und lokale sowie geflüchtete Lehrkräfte zusammengerufen. „Bildung ist unsere Waffe gegen die Unsicherheit“, sagt Sahra. „Wenn die Kinder lernen, behalten sie die Hoffnung.“
Die Tätigkeit von Geflüchteten wie Sahra unterstreicht, dass Betroffene nicht nur Empfänger von Hilfe sind, sondern auch aktive Gestalter von Lösungen. Die tschadische Regierung und internationale Partner setzen zunehmend auf solche lokalen Initiativen, um die Resilienz in den Camps zu stärken.
Quellen: Al Jazeera English