Junge sudanesische Aktivisten haben am Samstag, den 16. August 2026, erneut dazu aufgerufen, einen breit angelegten und inklusiven Dialog zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen zu initiieren, um die tief verwurzelten Ursachen des andauernden Konflikts im Sudan anzugehen. In einer von Radio Dabanga verbreiteten Erklärung machten sie deutlich, dass nur eine friedliche, gerechte und von der Zivilgesellschaft getragene Lösung langfristig tragfähig sei.
Die jungen Menschen betonten, dass militärische Auseinandersetzungen allein keine Antworten auf strukturelle Probleme wie soziale Ungleichheit, ethnische Spannungen und institutionelle Diskriminierung böten. Stattdessen müsse ein sicherer Raum für Dialog geschaffen werden, in dem auch marginalisierte Stimmen gehört würden. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Notwendigkeit, junge Menschen aktiv in Verhandlungsprozesse einzubeziehen – als tragende Säule der zukünftigen Gesellschaft.
Der Aufruf entstand im Rahmen einer transnationalen Mobilisierung, die sowohl in Amsterdam als auch in anderen Städten mit sudanesischen Diaspora-Gruppen stattfand. Die Initiator:innen verweisen auf vergangene Friedensprozesse, die oft ohne ausreichliche Beteiligung der Zivilgesellschaft abliefen und letztlich scheiterten. Ein echter Frieden könne nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg ausgehandelt werden, so die klare Botschaft.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa