Sudanesische Landwirte leiden unter steigenden Kosten durch indirekte Folgen des Iran-Konflikts

Tausende Kilometer vom eigentlichen Kriegsschauplatz entfernt trifft der Konflikt im Nahen Osten die sudanesische Landwirtschaft schwer. Laut Berichten internationaler Beobachter steigen die Preise für Treibstoff und Düngemittel weltweit an – mit verheerenden Folgen für Kleinbauern im Sudan. In einem Land, das bereits eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt erlebt, droht nun eine weitere Verschärfung der Ernährungssicherheit.

Die globale Marktabhängigkeit von Agrarprodukten macht den Sudan besonders anfällig für solche externen Schocks. Viele der benötigten landwirtschaftlichen Inputs werden importiert, deren Lieferketten durch geopolitische Spannungen beeinträchtigt werden. Der Anstieg der Transport- und Produktionskosten infolge des Iran-Konflikts hat sich direkt auf die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Düngemitteln ausgewirkt – ein entscheidender Faktor für die Aussaat in der bevorstehenden Regenzeit.

Experten warnen, dass eine verminderte Anbaufläche oder geringere Erträge zu einer weiteren Zunahme von Hunger und Vertreibung führen könnten. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, nicht nur humanitäre Soforthilfe zu leisten, sondern auch langfristige Lösungen zur Stärkung der lokalen Nahrungsmittelproduktion zu unterstützen. Ohne gezielte Maßnahmen könnte die Krise in der Landwirtschaft die ohnehin prekäre Lage vieler sudanesischer Haushalte weiter verschärfen.

Quellen: Africanews EN