Weite Landstriche im Sudan, die einst als Nahrungsquelle für Millionen galten, liegen heute brach. Laut Africanews sind die Ufer des Nils in vielen Regionen ungewöhnlich trocken, was die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen nahezu unmöglich macht. Die Folge: Felder, die unter normalen Bedingungen Getreide, Mais und Sorghum hervorbringen könnten, bleiben unbestellt.
Der aktuelle Wassermangel wird auf die Auswirkungen des El-Niño-Phänomens zurückgeführt, das seit Monaten Wetterextreme in Ostafrika verstärkt. Sinkende Grundwasserspiegel und versiegende Nebenflüsse haben die Landwirte in eine prekäre Lage gebracht. Viele von ihnen können weder Saatgut noch Dünger finanzieren, während gleichzeitig die Sicherheitslage weitere Investitionen in die Landwirtschaft verhindert.
Die humanitäre Dimension dieser Krise ist gravierend. Der Sudan erlebt bereits die größte Hungerkrise der Welt – doch statt Lösungen bereitzustellen, wird die Ernährungssicherheit nun zusätzlich durch klimatische Faktoren untergraben. Hilfsorganisationen warnen, dass die nächste Ernteausfall die Zahl der unterernährten Kinder dramatisch erhöhen könnte.
Quellen: Africanews EN