Der Südsudan hat ein neues Visaregime eingeführt, das die Einreisebestimmungen für Bürger vieler afrikanischer Länder verschärft. Ab sofort müssen unter anderem ugandische Reisende Gebühren für Visas zahlen, die je nach Art der Einreise variieren. Wie aus Berichten hervorgeht, kostet ein Einreisevisum für Uganda-Bürger nun 185.000 ugandische Schilling (ca. 45 Euro), während ein Sechs-Monats-Mehrfacheinreisevisum bis zu 924.000 Schilling (ca. 225 Euro) betragen kann.
Die Maßnahme, die von der Regierung in Juba beschlossen wurde, betrifft vorrangig afrikanische Staatsbürger, die bislang oft visafrei oder gegen geringe Gebühren in den jüngsten Staat der Welt einreisen konnten. Mit der Einführung der neuen Gebühren scheint der Südsudan eine restriktivere Einwanderungspolitik zu verfolgen, möglicherweise im Zuge von Sicherheitsüberlegungen oder als Einnahmequelle für den angespannten Staatshaushalt.
Die Entscheidung könnte Auswirkungen auf die regionale Mobilität haben, insbesondere entlang der engen Grenze zwischen Uganda und dem Südsudan, wo viele Menschen aus familiären, geschäftlichen oder humanitären Gründen reisen. Reisende aus anderen ostafrikanischen Ländern könnten in Zukunft ebenfalls mit ähnlichen Regelungen rechnen, da die neuen Bestimmungen als Teil einer umfassenderen Überarbeitung des Einreisesystems interpretiert werden.
Regionale Reaktionen erwartet
Beobachter erwarten, dass die Nachbarländer des Südsudans auf die neuen Visavorgaben reagieren werden, möglicherweise mit Gegenmaßnahmen. Die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC), der sowohl Uganda als auch der Südsudan angehören, könnte aufgefordert sein, die Entwicklung zu überprüfen, um regionale Handels- und Reisefreiheiten nicht zu gefährden.
Quellen: AllAfrica – East Africa