Südsudans Präsident entlässt Gouverneur der Zentralbank

Präsident Salva Kiir hat Johnny Ohisa als Gouverneur der Zentralbank von Südsudan abgesetzt. Die Entscheidung wurde im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung der obersten Regierungsebenen bekanntgegeben, bei der mehrere hochrangige Beamte ausgetauscht wurden. Ohisas Abberufung unterstreicht die wachsende Anspannung innerhalb der wirtschaftspolitischen Führungsspitze des Landes, das weiterhin mit schwerwiegenden monetären und finanziellen Herausforderungen kämpft.

Über die genauen Gründe für die Entlassung wurden zunächst keine offiziellen Angaben gemacht. Beobachter vermuten jedoch, dass die Entscheidung mit der anhaltenden Wirtschaftskrise, der galoppierenden Inflation und der Schwäche der Landeswährung zusammenhängt. Südsudan ist stark vom Ölexport abhängig, und wiederkehrende Produktionsunterbrechungen sowie politische Instabilität haben das Vertrauen in die Wirtschaft weiter untergraben.

Die Zentralbank spielt eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung der Währung und der Kontrolle der Inflation, die im vergangenen Jahr zweistellig war. Ohisas Nachfolge bleibt vorerst unklar, ebenso wie die konkreten Pläne der Regierung zur wirtschaftlichen Erholung. Die Entlassung könnte jedoch auf einen Strategiewechsel im Finanzministerium hindeuten, der in enger Abstimmung mit internationalen Gebern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erfolgen könnte.

Quellen: Africanews EN