Die Regierung Tansanias hat Zementhersteller aufgefordert, umgehend konkrete Maßnahmen zur Bewältigung der anhaltenden Versorgungsengpässe und der stark steigenden Preise vorzulegen. Wie das staatliche Daily News aus Dodoma berichtet, zielt die Anweisung darauf ab, den Baumarkt zu stabilisieren, der in den letzten Monaten durch Lieferengpässe und Inflation unter Druck geraten ist.
Zement gilt als Schlüsselrohstoff für Infrastruktur- und Wohnbauprojekte im Land. Die aktuelle Knappheit hat nicht nur Baufirmen, sondern auch private Bauherr:innen getroffen und führt zu Verzögerungen bei öffentlichen und privaten Baumaßnahmen. Die Regierung betont, dass die Hersteller nun verpflichtet seien, transparente Vorschläge zur Verbesserung der Versorgungssituation und zur Preiskontrolle einzureichen.
Experten vermuten, dass die Engpässe auf logistische Probleme, gestörte Importketten und erhöhte Produktionskosten zurückzuführen sind. Gleichzeitig warnen Wirtschaftsverbände vor den langfristigen Folgen für Tansanias ehrgeizige Infrastrukturpläne, falls die Situation nicht rasch entschärft wird. Die Regierung behält sich weitere regulatorische Schritte vor, falls die Industrie nicht kooperativ auf die Krise reagiert.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Tanzania