Präsident Bola Tinubu hat laut Aussage seines Vizepräsidenten Kashim Shettima allen nordnigerianischen Gouverneuren verziehen, die ihn während der Präsidentschaftswahl 2023 nicht unterstützt haben. Shettima äußerte sich am Mittwoch vor politischen Akteuren im Bundesstaat Kwara und betonte die Bedeutung der nationalen Einheit über parteipolitische oder regionale Differenzen hinaus.
„Präsident Tinubu hat bewiesen, dass er ein Staatsmann ist, der über Rache hinausdenkt“, erklärte Shettima. „Er hat diejenigen, die gegen ihn arbeiteten, nicht bestraft, sondern zur Zusammenarbeit aufgerufen.“ Die Botschaft richtet sich besonders an die nördlichen Bundesstaaten, in denen Tinubu bei der Wahl erhebliche Unterstützung verlor, und soll das Vertrauen in die föderale Zusammenarbeit stärken.
Shettima nutzte die Gelegenheit, um Politiker in Kwara und anderen Regionen zur Versöhnung nach Wahlkämpfen aufzurufen. Er betonte, dass politische Konkurrenz nicht zu dauerhaften Spaltungen führen dürfe, insbesondere in einem so vielfältigen Land wie Nigeria. Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Regierung versucht, innenpolitische Spannungen abzubauen und eine breitere Basis für Reformvorhaben zu schaffen.
Beobachter sehen in der Geste ein strategisches Signal der nationalen Integration. Tinubus Regierung steht vor großen Herausforderungen, darunter wirtschaftliche Reformen, Sicherheitsprobleme und Energieknappheit, die eine enge Zusammenarbeit mit allen Bundesstaaten erfordern. Die öffentliche Bekräftigung der Vergebung könnte dazu beitragen, Kooperationsbereitschaft in den Regionen zu fördern.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria