Die anhaltende Dürre und extreme Hitze in Teilen Ostafrikas trifft besonders hart die nomadisch lebenden Viehhirten in Kenia. Laut Experten verbringen diese Menschen oft Stunden unter freiem Himmel, ohne Zugang zu Schatten oder ausreichender Flüssigkeitsversorgung – eine Situation, die sowohl körperliche als auch seelische Gesundheitsprobleme verstärkt.
Wie Analysen zeigen, sind viele Hirten dauerhaft hohen Temperaturen ausgesetzt, während sie ihre Herden über weite Strecken führen. Selbst kurze Aufenthalte im Freien fühlen sich bereits unerträglich an, doch für diese Bevölkerungsgruppe ist dies Alltag. Die ständige Exposition erhöht das Risiko für Hitzeschläge, Dehydrierung und chronische Nierenerkrankungen. Gleichzeitig steigt die Zahl psychischer Belastungen wie Angstzustände und depressive Verstimmungen, da die Lebensgrundlage vieler Familien durch den Verlust von Tieren und Weideland bedroht ist.
Klimawandel verschärft menschliche Krisen
Forscher warnen, dass solche klimabedingten Stressfaktoren langfristig ganze Gemeinschaften destabilisieren können. Besonders betroffen sind Regionen in Nord- und Nordosten Kenias, wo traditionelle Anpassungsstrategien angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Intensität von Dürreperioden an ihre Grenzen stoßen. Hilfsorganisationen fordern daher mehr Aufmerksamkeit für die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels – nicht nur auf medizinischer, sondern auch auf psychosozialer Ebene.
Quellen: The Conversation Africa