Bei dem schweren Einsturz einer illegalen Goldmine im Nordosten der Zentralafrikanischen Republik am vergangenen Dienstag sind neben mindestens 49 bestätigten Todesopfern auch tschadische Staatsangehörige unter den Opfern. Wie die Regierung in Bangui mitteilte, befanden sich unter den Minenarbeitern zahlreiche Migranten aus Nachbarländern – darunter Kameruner und Tschaden. Lokale Hilfsorganisationen und Augenzeugen berichten von chaotischen Rettungsversuchen und deutlich höheren Schätzungen der Opferzahl als offiziell bestätigt.
Die Mine liegt in einer abgelegenen Region nahe der Grenze zu Tschad, wo informelle Bergbaustätten seit Jahren Anziehungspunkt für tausende Arbeiter aus der ganzen Region sind. Viele Tschaden suchen dort Arbeit, um ihren Lebensunterhalt zu sichern, oft unter lebensgefährlichen Bedingungen. Die Strukturen sind meist provisorisch gebaut, Sicherheitsvorkehrungen praktisch inexistent. Der jüngste Einsturz hat erneut die prekäre Lage der Arbeitsmigranten im zentralafrikanischen Raum in den Fokus gerückt.
Über das Schicksal der vermissten tschadischen Bürger liegen bislang keine detaillierten Angaben vor. Weder die Behörden in N’Djamena noch internationale Organisationen haben bisher offizielle Stellungnahmen abgegeben. Dennoch warnen Menschenrechtsexperten vor einer unterschätzten humanitären Dimension, da viele Familien in Tschad auf die Überweisungen dieser Arbeiter angewiesen sind.
Quellen: France 24 – Africa