Tunesische Behörden verbieten vorübergehend Rechtegruppe

Die tunesischen Behörden haben am Dienstag die lokale Niederlassung der internationalen Menschenrechtsorganisation ‚Avocats Sans Frontières‘ (Rechtsanwälte ohne Grenzen) vorübergehend verboten. Diese Entscheidung kommt nur wenige Tage nach einem ähnlichen Verbot, das gegen eine andere Organisation verhängt wurde, und wirft Fragen zur aktuellen Menschenrechtslage im Land auf.

Die NGO erklärte, dass die Maßnahme die Arbeit der Organisation und den Zugang zu rechtlichem Beistand für die Bürger erheblich beeinträchtigen werde. Kritiker der Regierung sehen dieses Verbot als Teil eines umfassenderen Trends zur Einschränkung der Zivilgesellschaft und der Pressefreiheit in Tunesien. In den letzten Jahren hat sich die Lage für Journalisten und Menschenrechtsaktivisten im Land deutlich verschlechtert, was sich auch in einer dramatischen Verschlechterung der Pressefreiheit widerspiegelt.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen in Tunesien mit Sorge. Menschenrechtsorganisationen fordern die Regierung auf, die Rechte der Bürger zu respektieren und den Dialog mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zu suchen, anstatt repressiv vorzugehen.

Quellen: Africanews, AllAfrica