Ugandas Olara Otunnu scheitert im ersten Wahlgang um UN-Generalsekretärsposten

Der ugandische Diplomat Olara Otunnu ist im Rennen um das Amt des nächsten Generalsekretärs der Vereinten Nationen im ersten informellen Abstimmungsdurchgang gescheitert. Wie aus diplomatischen Kreisen bekannt wurde, erhielt Otunnu bei der Abstimmung im Sicherheitsrat nicht die erforderliche Zustimmungsmehrheit. Auch der senegalesische Präsident Macky Sall, ein weiterer afrikanischer Kandidat, konnte keine ausreichende Unterstützung gewinnen.

Die Nachfolge von António Guterres, dessen Amtszeit im Oktober endet, wird seit Monaten international diskutiert. Otunnu, ein erfahrener UN-Beauftragter und ehemaliger UN-Sondergesandter für Kinder in bewaffneten Konflikten, galt als einer der prominenten afrikanischen Kandidaten. Seine Kandidatur wurde von mehreren afrikanischen Staaten unterstützt, um die langjährige Forderung nach einer afrikanischen Führung der UNO weiter zu unterstreichen.

Trotz des frühen Rückschlags bleibt Otunnu formal im Rennen, da mehrere Abstimmungsrunden geplant sind. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich im September fallen. Beobachter sehen jedoch die Chancen afrikanischer Kandidaten insgesamt gesunken, da die geopolitische Balance im Sicherheitsrat komplex bleibt und westliche Staaten bisher keine klare Präferenz für einen afrikanischen Kandidaten signalisiert haben.

Quellen: RFI