Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat am Donnerstag angesichts des anhaltenden Ebola-Bundibugyo-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) zu dringenden Maßnahmen aufgerufen. Bei einem Briefing in den UN-Hauptquartieren in New York betonte er, dass die internationale Gemeinschaft angesichts der sich rasch ausbreitenden Epidemie nicht länger gleichgültig bleiben dürfe. Der Ausbruch erfordere „dringendes Handeln und Finanzierung“, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Das aktuelle Ebola-Subtyp-Bundibugyo ist besonders besorgniserregend, da es in Regionen auftritt, die bereits unter extremer Gewalt, Vertreibung und maroder Infrastruktur leiden. Gesundheitseinrichtungen in betroffenen Gebieten wie etwa im Osten der DR Kongo kämpfen mit Personalmangel, fehlender Ausrüstung und eingeschränktem Zugang zu abgelegenen Gemeinden. Die Kombination aus bewaffneten Konflikten und der Epidemie erschwert die Eindämmung erheblich.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und lokale Partner bemühen sich um die Impfung gefährdeter Bevölkerungsgruppen sowie um die Aufklärung über Übertragungswege. Dennoch warnen Experten vor einer unkontrollierten Verbreitung, insbesondere entlang von Handelsrouten und in überfüllten Flüchtlingslagern. Die UN fordern nun eine koordinierte internationale Reaktion, um Ressourcen bereitzustellen, medizinisches Personal zu entsenden und die Logistik vor Ort zu stärken.
Der Appell des UN-Generalsekretärs richtet sich auch an Geberländer und multilaterale Institutionen, die bisherige Unterstützung auszuweiten. Ohne ausreichende Mittel, so die Befürchtung, könnte sich die Krise zu einer regionalen Gesundheitskatastrophe ausweiten – mit schwerwiegenden Folgen für die DR Kongo und ihre Nachbarstaaten.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Central Africa