Der stellvertretende Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Somalia, George Conway, hat am Sonntag die Stadt Las Anod im autonomen Galmudug-Nordstaat besucht, um die aktuelle humanitäre Lage vor Ort zu bewerten. Bei Treffen mit Beamten der Regionalregierung und Vertretern lokaler Gemeinschaften ging es um die zunehmenden Bedürfnisse in den von Konflikten und Klimakrisen betroffenen Gebieten Somalias.
Conway betonte die Dringlichkeit einer koordinierten und schnelleren humanitären Reaktion, insbesondere vor dem Hintergrund der erwarteten El-Niño-bedingten Überschwemmungen. Die Somalia Disaster Management Agency (SoDMA) hatte zuvor gewarnt, dass die Vorbereitungen auf die bevorstehende Flutkatastrophe verstärkt werden müssten, um Tausende von Menschen vor Verdrängung und Krankheiten zu schützen.
Die Region Las Anod war in den letzten Monaten Schauplatz wiederholter Spannungen zwischen lokalen Gemeinschaften und regionalen Sicherheitskräften. Die humanitäre Lage verschärft sich durch mangelnde Infrastruktur, Wasserknappheit und die Zunahme von Binnenvertriebenen. Conway kündigte an, dass die UN weiterhin mit lokalen Partnern zusammenarbeiten werde, um lebensrettende Hilfe bereitzustellen und langfristige Resilienz aufzubauen.
Quellen: AllAfrica – East Africa