Die Vereinten Nationen (UN) haben vor einer gefährlichen Eskalation der Taktiken bewaffneter extremistischer Gruppen in Nordnigeria gewarnt. Nach Angaben des UN-Berichts setzen Terrororganisationen wie Boko Haram und verbündete Gruppen in der Sahelzone zunehmend hochmoderne Technologien ein, darunter Drohnen, verschlüsselte Kommunikationsmittel und Kryptowährungen zur Finanzierung ihrer Operationen.
Die Technologie ermögliche präzisere Angriffe auf Militärstützpunkte und Zivilisten sowie eine schwer nachvollziehbare Geldwäsche. Die Entwicklung erschwere die Arbeit der nigerianischen Sicherheitskräfte erheblich, heißt es in dem Bericht. Gleichzeitig berichtet das Verteidigungsministerium von anhaltenden Erfolgen der Streitkräfte: Bei laufenden Offensiven in mehreren Bundesstaaten seien Terrorzellen, Entführerringe und Öl-Diebe zerschlagen worden.
Die nigerianischen Truppen operieren derzeit in den Krisengebieten des Nordostens, darunter Borno und Yobe, sowie entlang der Grenzen zu Niger und Kamerun. Die Armee habe zahlreiche Verstecke zerstört, Waffen sichergestellt und mehrere Verdächtige festgenommen. Dennoch betonen Sicherheitsexperten, dass die technologische Modernisierung der Extremisten eine neue Dimension des Konflikts darstelle, die verstärkte regionale Zusammenarbeit und intelligente Überwachung erfordere.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa