Eine neue Untersuchung von Premium Times hat massive Sicherheitslücken im Verkauf von Schlankheitspräparaten in Nigeria aufgedeckt. Demnach blüht ein digitaler Schwarzmarkt, auf dem Händler verschreibungspflichtige Injektionsmittel über soziale Medien und anonyme Websites verkaufen – ohne ärztliche Genehmigung und unter Verharmlosung schwerwiegender Nebenwirkungen.
Die Woche lange Recherche begann mit scheinbar harmlosen Werbeanzeigen auf Plattformen wie Instagram und WhatsApp, die Produkte wie Semaglutid und Tirzepatid anboten – Substanzen, die eigentlich zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werden und nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden sollten. Stattdessen werden sie in Nigeria zunehmend als Mittel zur schnellen Gewichtsreduktion missbraucht.
Besonders alarmierend ist, dass viele Anbieter keine Verschreibungen verlangen und potenzielle Gesundheitsrisiken wie Nierenversagen, Magenprobleme oder sogar Suizidgefahr absichtlich verharmlosen oder leugnen. Experten warnen vor einer drohenden öffentlichen Gesundheitskrise, da die Einnahme dieser Präparate ohne ärztliche Begleitung lebensbedrohlich sein kann.
Die Studie unterstreicht das Fehlen effektiver Regulierungsmechanismen im Bereich digitalem Pharmavertrieb. Zwar existieren gesetzliche Rahmenbedingungen, doch die Durchsetzung bleibt schwach. Gesundheitsbehörden stehen vor der Herausforderung, diesen informellen Sektor einzudämmen, während das Bewusstsein der Bevölkerung für die Gefahren noch gering ist.
Quellen: Premium Times Nigeria