US-Botschaft in Namibia stellt Visabearbeitung ein – Reisende müssen nach Südafrika

Die diplomatische Vertretung der Vereinigten Staaten in Windhoek hat ihre Visadienste für namibische Staatsbürger eingestellt. Ab sofort können keine neuen Visa für die Einreise in die USA mehr in Namibia beantragt oder bearbeitet werden. Betroffene Reisende werden nun angewiesen, ihre Anträge an diplomatischen Standorten in Südafrika abzuwickeln, insbesondere in Kapstadt oder Johannesburg.

Die Entscheidung hat in Namibia für Verwunderung und Unmut gesorgt, da die US-Botschaft in Windhoek bislang alle Konsularleistungen, einschließlich Touristen- und Geschäftsvisas, angeboten hat. Eine offizielle Stellungnahme seitens des US-Außenministeriums oder der Botschaft blieb bislang aus. Es wird vermutet, dass innere Umstrukturierungen oder personelle Engpässe im Konsularbereich den Hintergrund der Maßnahme bilden könnten.

Die zusätzliche Reise nach Südafrika bedeutet für viele Namibier einen erheblichen finanziellen und logistischen Aufwand. Besonders betroffen sind Reisende mit geringem Einkommen, Studierende sowie Geschäftsleute, die kurzfristig in die USA müssen. Die namibische Regierung hat bisher nicht öffentlich auf die Änderung reagiert, doch diplomatische Kreise erwarten, dass das Thema in bilateralen Gesprächen mit den USA angesprochen wird.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – South Africa