Ein schwerer Waldbrand im Hochmoor des Mount Kenya hat nach Angaben der Naturschutzorganisation Rhino Ark Charitable Trust etwa 8.700 Hektar Vegetation zerstört. Das Feuer, das bereits seit sieben Tagen ununterbrochen wütet, breitete sich rasch in den empfindlichen Moorlandschaften des Berges aus, einem der wichtigsten Wassereinzugsgebiete Ostafrikas.
Die Organisation bestätigte die Ausmaße des Schadens und warnte vor langfristigen ökologischen Folgen. Der Mount Kenya ist nicht nur UNESCO-Weltnaturerbe, sondern auch Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten. Zudem speist er zahlreiche Flüsse, die für die Landwirtschaft und Wasserversorgung in weiten Teilen Kenias entscheidend sind.
Feuerwehrteams, Forstbeamte und Freiwillige setzen Wasserhubschrauber und Bodentruppen ein, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die trockenen Wetterbedingungen und die schwierige Geländelage erschweren jedoch die Löscharbeiten erheblich. Experten befürchten, dass sich das Feuer weiter ausbreiten könnte, falls nicht ausreichend Regen einsetzt.
Die Rhino Ark Charitable Trust rief zu Spenden auf, um die Bekämpfung des Feuers und den späteren Wiederaufbau der betroffenen Ökosysteme zu unterstützen. Gleichzeitig wird eine Untersuchung zur Brandursache eingeleitet – vorläufige Hinweise deuten auf menschliches Versagen hin, möglicherweise durch landwirtschaftliche Brandrodung in der Umgebung.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya