Das diesjährige Weltsozialforum hat in Benin stattgefunden und damit erneut ein wichtiges Signal für die Belange des Globalen Südens gesetzt. Das zweijährlich stattfindende Forum versammelte in diesem Jahr Aktivisten, Wissenschaftler und zivilgesellschaftliche Organisationen aus Afrika, Lateinamerika und anderen Entwicklungsländern, um gemeinsam Strategien gegen globale Ungerechtigkeiten zu diskutieren.
Schwerpunkt der Debatten war die Forderung nach einer stärkeren Nutzung eigener Ressourcen durch die Länder Afrikas und des Globalen Südens. Die Teilnehmer kritisierten die fortbestehende wirtschaftliche Abhängigkeit von Industriestaaten und forderten eine Neuausrichtung hin zu nachhaltigen, lokal angepassten Entwicklungsmodellen. „Wir müssen auf die eigenen Ressourcen setzen“, lautete eine zentrale Botschaft des Forums, die sich direkt an die Regierungen des Nordens richtete.
Die Veranstaltung in Benin wurde als Zeichen der Stärkung afrikanischer Positionen in globalen Debatten gewertet. Mit seiner Teilnahme als Gastgeberland unterstrich Benin seine wachsende Rolle in der zivilgesellschaftlichen Vernetzung Afrikas. Das Forum bot auch Raum für kritische Analysen zu Themen wie Klimagerechtigkeit, Landrechten und der Auswirkungen neokolonialer Strukturen auf die Entwicklungspolitik.
Die Organisatoren betonten, dass die Lösungen für globale Krisen nicht ausschließlich aus dem Norden kommen könnten, sondern dass lokale Kenntnisse und Strukturen stärker in den Mittelpunkt gerückt werden müssten. Die Konferenz endete mit einem Aufruf zur Stärkung transnationaler Solidarität und zur Schaffung alternativer wirtschaftlicher und politischer Netzwerke jenseits traditioneller Machtzentren.
Quellen: ARD Tagesschau – Ausland