Wirtschaftsreformen unter Tinubu: Adedeji verteidigt Subventionenabbau und Devisenpolitik

Der nigerianische Finanzminister Zacch Adedeji hat die kontroversen Wirtschaftsreformen der Regierung von Präsident Bola Tinubu erneut verteidigt. In einer Stellungnahme betonte Adedeji, dass der Abbau der langjährigen Treibstoffsubventionen sowie die Reform des Devisenmarktes entscheidende Schritte seien, um die schwer angeschlagene Wirtschaft des Landes zu stabilisieren. Die Regierung habe ein Erbe geerbt, das von einem untragbaren Subventionsregime, einem undurchsichtigen Devisenmarkt, einem schwachen Ölsektor und einer schmalen Steuerbasis geprägt sei.

Seit dem Amtsantritt Tinubus im Jahr 2023 wurden die Subventionen schrittweise abgeschafft, was zu einem massiven Anstieg der Benzinpreise führte. Gleichzeitig wurde der offizielle Devisenmarkt liberalisiert, um die Abwertung des Naira zu steuern und Investoren zu gewinnen. Die Maßnahmen lösten zunächst heftige soziale Unruhen aus, doch laut Adedeji zeigten sich nun erste positive Effekte, darunter ein stabilerer Wechselkurs und ein Anstieg der ausländischen Investitionen.

Trotz der offiziellen Optimismus bleibt die Situation für viele Nigerianer angespannt. Inflation und Lebenshaltungskosten sind weiterhin hoch, und die Umverteilung der Reformgewinne bleibt umstritten. Kritiker fordern mehr soziale Absicherung und Transparenz. Dennoch beharrt die Regierung darauf, dass die Reformen langfristig zu einem widerstandsfähigeren und diversifizierten Wirtschaftssystem führen werden.

Quellen: Premium Times Nigeria