Ein führender Wissenschaftler aus Nigeria hat vor schwerwiegenden finanziellen Konsequenzen gewarnt, falls die Regierung die streitige Benzin-Subvention wieder einführen sollte. Professor Tunji Ogunyemi von der Obafemi Awolowo University (OAU) erklärte, dass eine solche Maßnahme innerhalb von nur drei Monaten dazu führen könnte, dass etwa 15 Bundesstaaten im Norden des Landes ihre staatlichen Abläufe nicht mehr finanzieren können.
Ogunyemis Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die politische Debatte über die Subventionspolitik erneut aufflammt. Der frühere Vizepräsident Atiku Abubakar hatte sich kürzlich für eine teilweise Wiedereinführung ausgesprochen, was scharfe Kritik von Ökonomen und Reformbefürwortern nach sich zog. Die Regierung unter Präsident Bola Tinubu hatte die Subvention im Jahr 2023 abgeschafft, was kurzfristig zu starken Preisanstiegen führte, aber langfristig mehr Haushaltsdisziplin ermöglichen soll.
Der Experte betonte, dass viele nördliche Staaten bereits heute unter engen Haushaltsmargen leiden und ohne eigene Einnahmequellen stark von den Zuweisungen aus dem föderalen Pool abhängig seien. Eine Rückkehr zur Subvention würde enorme zusätzliche Belastungen für den Bundeshaushalt bedeuten und könnte andere öffentliche Ausgaben wie Bildung oder Infrastruktur gefährden.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria