Zambias Regierung übernimmt Leichnam des ehemaligen Präsidenten

In Sambia hat die Regierung am Dienstag den Leichnam des ehemaligen Präsidenten Edgar Lungu übernommen, was zu einem öffentlichen Streit mit seiner Familie geführt hat. Die Familie Lungu möchte, dass die Überreste in seiner Heimatstadt beigesetzt werden, während die Regierung auf einer Beerdigung in der Hauptstadt Lusaka besteht.

Der Konflikt um die Bestattungsorte hat nicht nur emotionale, sondern auch politische Dimensionen. Viele sambische Bürger sehen in diesem Streit eine Fortsetzung der politischen Auseinandersetzungen, die während Lungus Präsidentschaft zwischen seiner Regierung und der Opposition stattfanden. Lungu, der von 2015 bis 2021 im Amt war, war in seiner Zeit oft umstritten und wurde für seine autoritären Tendenzen kritisiert.

Die Behörden haben erklärt, dass die Überführung des Leichnams notwendig sei, um die nationale Einheit zu fördern und die Trauerfeierlichkeiten in einem angemessenen Rahmen abzuhalten. Die Familie hingegen argumentiert, dass die Wünsche des Verstorbenen respektiert werden sollten und fordert die Regierung auf, den Leichnam zurückzugeben, um eine private Beerdigung zu ermöglichen.

Experten warnen, dass dieser Streit die bereits angespannten politischen Verhältnisse im Land weiter belasten könnte und fordern sowohl die Regierung als auch die Familie auf, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Quellen: BBC News