Die tschadischen Streitkräfte haben am Ufer des Tschadsees Luftangriffe auf vermutete Stellungen von Boko Haram durchgeführt. Laut Berichten aus N’Djamena sind dabei mehrere Zivilisten ums Leben gekommen. Ein führender Fischer teilte mit, dass mindestens 40 Fischer als vermisst gelten, nachdem sie versuchten, dem Angriff zu entkommen.
Die Angriffe wurden als Teil einer umfassenden Offensive gegen die jihadistische Gruppe Boko Haram initiiert, die in der Region aktiv ist. Die Fischer, die sich in der Nähe des Sees aufhielten, wurden unverschuldet in die Konfliktsituation verwickelt. Berichten zufolge haben viele von ihnen versucht, in Panik ins Wasser zu fliehen, was zu tödlichen Ertrinkungsfällen führte.
Die internationale Gemeinschaft hat die Aktionen der tschadischen Regierung verurteilt, die die Sicherheit in der Region erhöhen will, jedoch gleichzeitig die Zivilbevölkerung in Gefahr bringt. Die humanitäre Lage im Tschad wird durch diesen Konflikt weiter verschärft, da viele Gemeinden auf die Fischerei angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Quellen: BBC News, AllAfrica