In Indien haben hindu-nationalistische Gruppen verstärkt Statuen des 17. Jahrhunderts Königs Shivaji errichtet, die als symbolischer Verteidiger der Hindus gegen Muslime angesehen werden. Diese Entwicklung wird als Teil einer breiteren Kampagne betrachtet, die Intoleranz gegenüber Muslimen und anderen religiösen Minderheiten in Indien fördert.
Die Errichtung dieser Statuen in verschiedenen Städten des Landes reflektiert die zunehmende politische und soziale Kluft, die seit dem Aufstieg der Bharatiya Janata Partei (BJP) zur Macht vor über einem Jahrzehnt zu beobachten ist. Kritiker sehen hierin einen besorgniserregenden Trend, der die Spannungen zwischen den verschiedenen religiösen Gemeinschaften weiter anheizt.
Die Verwendung von Shivaji als Symbol im politischen Diskurs zeigt, wie historische Figuren neu interpretiert werden, um moderne politische Agenden zu unterstützen. Hindu-Nationalisten behaupten, Shivaji habe für die Rechte der Hindus gekämpft, während viele andere argumentieren, dass diese Interpretation historisch verzerrt und spaltend ist. Die Auswirkungen dieser Kampagne sind weitreichend und könnten die gesellschaftliche Harmonie in Indien gefährden.
Quellen: France 24