Am Sonntag, dem 7. Juni 2026, gingen die Armenierinnen und Armenier zur Wahl, um eine neue Regierung zu wählen. Diese Wahl ist besonders bedeutend, da sie den Kurs des Landes inmitten zunehmenden Drucks von Russland und dem Bestreben der armenischen Regierung, ihre Beziehungen zum Westen zu vertiefen, bestimmen könnte. Premierminister Nikol Pashinyan und seine Regierungspartei „Zivilvertrag“ hoffen auf ein starkes Mandat, um diesen Kurs fortzusetzen.
Die Wahl wurde jedoch von zahlreichen Festnahmen oppositioneller Politiker und Bombendrohungen überschattet. Berichten zufolge gab es ungewöhnlich hohe Wahlbeteiligung, was die Besorgnis über die geltenden politischen Bedingungen unterstreicht. Die Lage wurde weiter durch Razzien gegen oppositionelle Gruppen und Berichte über Desinformation aus Russland kompliziert, die darauf abzielt, die Wahlen zu beeinflussen.
Laut Richard Giragosian, dem Direktor des Regional Studies Center, war die Verbreitung von Fake News aus Russland weder überraschend noch effektiv. Diese Wahlen könnten einen Wendepunkt für Armenien darstellen, da das Land versucht, seine geopolitische Ausrichtung zu ändern und sich von Moskau zu distanzieren.
Quellen: ZEIT Online, FAZ Online, France 24