In einem aufsehenerregenden Fall hat ein Scharia-Gericht in der indonesischen Provinz Aceh ein 22-jähriges Paar zu je 21 Stockhieben verurteilt. Der Grund für die harte Strafe war ein Kuss, den die beiden während eines TikTok-Livestreams ausgetauscht hatten. Das Gericht befand, dass damit gegen die lokalen Versionen des Islamischen Rechts verstoßen wurde.
Die Strafe wurde öffentlich vollzogen, was in der konservativen Region nicht unüblich ist. Die Entscheidung zeigt die strengen sozialen Normen, die in Aceh gelten, wo das islamische Recht nach dem Gesetz angewendet wird. In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über ähnliche Fälle, in denen Menschen wegen Verstößen gegen die Scharia bestraft wurden.
Die öffentliche Auspeitschung hat weltweit für Empörung gesorgt und wirft Fragen über die Menschenrechte in Indonesien auf. Kritiker fordern eine Reform der Gesetze, die solche Strafen legitimieren, und appellieren an die indonesische Regierung, den Schutz der Bürgerrechte zu verbessern.
Quellen: FAZ Online, The Guardian