Thaksin Shinawatra, der ehemalige Premierminister Thailands, wurde heute vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, nachdem er etwa acht Monate einer Haftstrafe wegen Korruption verbüßt hatte. Der 76-Jährige war wegen Machtmissbrauchs und Korruption verurteilt worden, doch die vorzeitige Entlassung kommt in einer Zeit, in der die politische Landschaft Thailands weiterhin gespalten ist.
Thaksins Rückkehr zum politischen Geschehen könnte die bereits angespannten politischen Verhältnisse im Land weiter beeinflussen. Viele Beobachter fragen sich, ob er erneut versuchen wird, in die thailändische Politik einzugreifen oder ob er sich zurückziehen wird. Das politische Erbe von Thaksin, das über zwei Jahrzehnte hinweg eine zentrale Rolle gespielt hat, bleibt eines der umstrittensten Themen in Thailand.
Seine Entlassung wird von vielen als Zeichen für die anhaltende Einflussnahme seiner Familie und Unterstützer in der thailändischen Politik gewertet. Die Reaktionen auf seine Freilassung sind gemischt, während einige Anhänger jubeln, äußern Kritiker Bedenken über die Rückkehr eines so polarisierten Politikers in die öffentliche Arena.
Quellen: Al Jazeera English, BBC News – World, ZEIT Online