In Hongkong sind drei prominente Aktivisten, die sich für die Gedenkveranstaltungen zum Tiananmen-Massaker eingesetzt haben, zu Haftstrafen von bis zu sieben Jahren verurteilt worden. Die Verurteilungen folgen auf eine lange Reihe von Maßnahmen der Hongkonger Behörden, die darauf abzielen, die politische Opposition und die Meinungsfreiheit im Stadtstaat zu unterdrücken.
Die Aktivisten Lee Cheuk-yan, Chow Hang-tung und Albert Ho wurden wegen ihrer Rolle bei der Organisation von Mahnwachen, die über drei Jahrzehnte hinweg durchgeführt wurden, verhaftet. Ihr Fall hat international für Empörung gesorgt und wird als Teil einer breiteren Strategie der Regierung unter dem Einfluss Pekings gesehen, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.
Das Urteil wurde von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert, die befürchten, dass dies ein weiteres Beispiel für die Erosion der bürgerlichen Freiheiten in Hongkong darstellt. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, auf diese Entwicklungen zu reagieren und die Lage der Menschenrechte in der Region zu beobachten.
Quellen: ZEIT Online, BBC News