Vor 65 Jahren begann am 13. August 1961 der Bau der Berliner Mauer – ein Datum, das in diesem Jahr in Berlin mit Mahnungen vor Geschichtsvergessenheit verbunden ist. Die Stiftung Berliner Mauer und zahlreiche Zeitzeugen erinnern daran, dass die DDR ein Unrechtsregime war, das Freiheit und Menschenrechte systematisch unterdrückte. Der Direktor der Stiftung, Axel Klausmeier, betont: „Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit muss stärker in den Schulunterricht integriert werden.“
Einige Bundesländer würden der DDR-Geschichte im Lehrplan zu wenig Raum geben, so Klausmeier. Er fordert eine bundesweite Initiative, um die historische Bildung zu intensivieren. Auch die WELT-Korrespondentin Sven-Felix Kellerhoff warnt vor einem Rückfall in extremistische Denkweisen: „Die Demokratie hat bei vielen Menschen leider an Vertrauen verloren.“
Eine ehemalige politische Gefangene der DDR äußerte sich besorgt über aktuelle politische Entwicklungen und sprach von einer gefährlichen Verharmlosung der Diktatur durch einzelne Parteien. Gleichzeitig mahnte sie, die Freiheit nicht als selbstverständlich hinzunehmen. In Gedenkveranstaltungen an historischen Orten wie dem Bernauer Platz wurden Blumen niedergelegt, um der Opfer des Mauerbaus zu gedenken.
Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online, FAZ Online