Trotz massiver Proteste von Anwohnern wird in Hamburg heute der hintere Teil eines baufälligen Mehrfamilienhauses abgerissen. Die Behörden stufen das Gebäude als einsturzgefährdet ein und rechtfertigen den sofortigen Abriss mit Sicherheitsbedenken. Dennoch kritisieren Mieter und Unterstützer, dass ihnen keine Zeit gegeben wurde, persönliche Habseligkeiten aus den betroffenen Wohnräumen zu retten.
Das betroffene Gebäude steht in einem dicht besiedelten Stadtteil Hamburgs, in dem in den letzten Jahren mehrfach bauliche Mängel an älteren Wohnhäusern festgestellt wurden. Laut Stadtverwaltung sei eine Verzögerung des Abrisses aufgrund der akuten Gefahr nicht verantwortbar. Die betroffenen Mieter wurden jedoch erst mit kurzer Frist über den Abriss informiert, was für Unmut sorgt.
Anwohner hatten in den Tagen zuvor versucht, den Abriss durch Mahnwachen und Petitionen zu verhindern. Sie forderten mehr Zeit, um Erinnerungsstücke und persönliche Gegenstände zu sichern. Vertreter der Baubehörde betonten jedoch, dass die Einsturzgefahr unmittelbar und nicht mehr kontrollierbar sei. Der Abriss soll noch heute unter Polizeischutz durchgeführt werden.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten