Die Alternative für Deutschland (AfD) hat bei den jüngsten Bürgermeisterwahlen in Mecklenburg-Vorpommern eine herbe Schlappe erlitten. In drei von vier Kommunen konnte die Partei keine Erfolge verbuchen, obwohl sie in aktuellen Umfragen zur Landtagswahl im September klar vorn liegt.
Schwerin als Brennpunkt
Besonders enttäuschend war das Ergebnis für die AfD in Schwerin, wo die Partei mit einer Kandidatin antrat, die in der Vergangenheit Escorts vermittelt hatte. Der Versuch, das Rathaus zu gewinnen, scheiterte deutlich. Diese Niederlage wirft Fragen auf, ob die Rechtspartei in ihrem eigenen Hochburg-Bundesland überschätzt wird.
Landtagswahl im September
Die AfD hatte zuvor angekündigt, in Mecklenburg-Vorpommern eine Alleinregierung anstreben zu wollen. Ihr Wahlprogramm sieht unter anderem ein Genderverbot und eine Flaggenpflicht vor. Die Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen könnten jedoch ein Dämpfer für diese Ambitionen sein, insbesondere da sie zeigen, dass die Partei auf kommunaler Ebene noch nicht die erhoffte Unterstützung findet.
Quellen: Süddeutsche Zeitung, ZDF Heute, Spiegel Online