Die Alternative für Deutschland hat am Freitag, 18. Juli 2026, ihren Wahlkampf für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt offiziell gestartet. In der Messehalle Magdeburg versammelten sich rund 3.000 Anhänger, um den Auftakt mit Reden von Alice Weidel und Ulrich Siegmund zu feiern. Im Fokus stand die Vision eines „radikalen Wandels“ in der Bundesrepublik und die Hoffnung auf einen Wahlerfolg am 6. September.
Fraktionschef Oliver Kirchner sorgte dabei für kontroverse Schlagzeilen, als er im Vergleich zur alten DDR-Führung Bundeskanzler Friedrich Merz mit Walter Ulbricht gleichsetzte. „Den Unterschied kann ich nicht mehr erkennen“, sagte Kirchner unter tosendem Applaus. Diese Äußerung wurde schnell von politischen Gegnern kritisiert, während die AfD sie als Hinweis auf vermeintliche autoritäre Züge in der Bundesregierung interpretiert.
Gleichzeitig mobilisierten mehrere zivilgesellschaftliche Bündnisse zu Protesten vor der Messe. Hunderte Demonstranten zeigten mit Schildern und Gesängen, dass sie den politischen Kurs der AfD ablehnen. Auch der Rücktritt von Jens Spahn wurde thematisiert: Weidel begrüßte ihn auf der Bühne als „überfällig“ und kündigte an, das Thema Maskendeals intensiv im Wahlkampf zu nutzen.
Quellen: Der Tagesspiegel, MDR – Nachrichten, Welt Online