AfD startet Wahlkampf in Sachsen-Anhalt mit Siegeszuversicht

Die Alternative für Deutschland hat am Samstag in Magdeburg ihren Wahlkampf für die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt offiziell gestartet. Unter großer Beteiligung von Anhängern und mit Reden von Bundes- und Landesspitzen feierte die Partei ihren politischen Aufbruch im Osten Deutschlands. Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD im Land, präsentierte sich dabei selbstsicher als möglicher erster AfD-Ministerpräsident Deutschlands. Unterstützt wurde er von der Bundesvorsitzenden Alice Weidel, die den Wahlkampfauftakt nicht verpassen wollte – wenn auch mit Verspätung.

Die Stimmung unter den Teilnehmenden war ausgelassen, viele Anhänger skandierten Slogans und zeigten klare Siegesabsichten. Die Partei setzt darauf, aus ihrer starken Position in den Umfragen Kapital zu schlagen: Laut dem jüngsten Insa-Sonntagstrend liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei über 40 Prozent Zustimmung und hat damit einen komfortablen Vorsprung vor den etablierten Parteien. „Sachsen-Anhalt soll nur der Anfang sein“, betonte Weidel in ihrer Rede, was auf eine strategische Zielsetzung über die Landesgrenzen hinaus hindeutet.

Experten warnen indes vor den Folgen eines möglichen Regierungsauftrags für die AfD. Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt vermutet, dass im Falle eines Wahlsiegs der AfD alle anderen Parteien gemeinsam eine Mauer des Nichtwollens bilden würden. Ein Szenario, das auch Hermann Binkert von Insa bestätigt: „Ohne Linkspartei oder AfD wird keine Regierung gebildet werden können.“ Damit deutet sich eine politisch brisante Zäsur an, die das Regierungshandeln stark beeinflussen könnte.

Quellen: Welt Online, FAZ Online, ZEIT Online – Deutschland