Afghanische Frauenfußball-Nationalmannschaft trainiert im Exil in Wolfsburg

In Wolfsburg, Niedersachsen, trainiert seit Monaten eine außergewöhnliche Nationalmannschaft: die ehemaligen Spielerinnen der afghanischen Frauenfußball-Nationalmannschaft. Nach dem Machtantritt der Taliban im Jahr 2021 wurde ihnen jede sportliche Betätigung untersagt. Nun kämpfen sie im Exil weiter – unterstützt von lokalen Vereinen, Sponsoren und der Volkswagen-Stiftung, die Räumlichkeiten und Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Das Team nutzt die Trainingsanlagen des VfL Wolfsburg, eines der führenden Frauen-Fußballclubs Europas. Mittlerweile hat die FIFA das Exilteam als offizielle Vertretung anerkannt, was den Spielerinnen internationale Spielrechte und Zugang zu Turnieren ermöglicht. Dennoch bleibt die Situation prekär: Viele der Athletinnen leben in Unsicherheit, ohne dauerhafte Aufenthaltstitel oder klare Perspektiven.

„Fußball ist mehr als Sport für uns“, sagt Kapitänin Halima Juma. „Er ist Freiheit, Widerstand und Hoffnung.“ Die Trainer betonen, dass neben der körperlichen Ertüchtigung auch psychosoziale Unterstützung eine zentrale Rolle spielt. Die Mannschaft soll nicht nur Wettkampffähigkeit erlangen, sondern auch ein Zeichen setzen: dafür, dass Frauen das Recht auf Bewegung, Körperlichkeit und Selbstbestimmung haben – ungeachtet ihres Herkunftslandes.

Quellen: FAZ Online