Anklage gegen zwei mutmaßliche IS-Anhänger aus Hessen wegen Anschlagsplänen

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Männer aus Hessen erhoben, die im Verdacht stehen, sich dem Terrornetzwerk Islamischer Staat (IS) anschließen und Anschläge in Deutschland sowie im Ausland planen zu wollen. Die mutmaßlichen IS-Anhänger sollen ursprünglich nach Syrien reisen, um dort der Terrororganisation beizutreten.

Laut Anklageschrift hatten die beiden Männer aus dem hessischen Raum konkrete Pläne geschmiedet, bevor ihre Festnahme erfolgte. Dazu gehörten nicht nur die Vorbereitung der Ausreise, sondern auch die Planung von Anschlägen auf deutsche Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen. Die Ermittlungen der Generalbundesanwaltschaft und des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz führten zu Durchsuchungen und schließlich zur Inhaftierung der Verdächtigen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland sowie Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten vor. Die Beweislage beruht unter anderem auf digitalen Kommunikationsnachweisen, verschlüsselten Chats und Kontakten zu bekannten IS-Kämpfern.

Der Prozess wird am Frankfurter Oberlandesgericht unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Sicherheitsbehörden betonen, dass die Bedrohungslage in Hessen weiterhin hoch bleibe. „Wir bleiben wachsam“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. „Dank konsequenter Ermittlungsarbeit konnte eine mögliche Gefahr frühzeitig abgewendet werden.“

Die Anklage unterstreicht erneut, dass auch in Hessen islamistische Netzwerke aktiv sind. Die hessische Landesregierung kündigte an, die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Verfassungsschutz und Justiz weiter zu intensivieren.

Quellen: FAZ Online