Bei einem Umspannwerk in Bergheim im Rhein-Erft-Kreis, unweit von Köln, hat am frühen Mittwochmorgen ein schwerer Vorfall die Ermittlungsbehörden in Atem gehalten. Die Polizei geht nach derzeitigem Stand nicht von einem technischen Defekt aus, sondern von einer vorsätzlichen Beschädigung der Anlage. Augenzeugen berichteten von Rauchentwicklung und einem verdächtigen Fahrzeug in der Nähe des Geländes, bevor die Störung gemeldet wurde.
RWE Power bestätigte, dass infolge der Störung fünf Kraftwerkblöcke im Rheinischen Revier vorübergehend vom Netz genommen werden mussten. Trotz des Ausfalls blieb die Stromversorgung der Region stabil, da Ersatzkapazitäten schnell aktiviert werden konnten. Die genaue Ursache der Beschädigung wird derzeit von Spezialisten der RWE und der Kriminalpolizei untersucht. Bundesweit mehren sich in den letzten Monaten Vorfälle an kritischer Infrastruktur, weshalb auch der Sabotagehintergrund geprüft wird.
Der Vorfall in Bergheim steht im Zusammenhang mit ähnlichen Geschehnissen in anderen Bundesländern, darunter ein jüngster Vorfall in Brandenburg. Sicherheitsbehörden warnen vor möglichen koordinierten Angriffen auf Energienetze. In Nordrhein-Westfalen wurde die Warnstufe für kritische Infrastrukturen bereits erhöht. Die Ermittlungen dauern an, weitere Details sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.
Quellen: MDR – Deutschland, Der Tagesspiegel, ZDF Heute – Nachrichten