Die Renaturierung des Urselbachs im Frankfurter Stadtteil Heddernheim ist vorerst zum Stillstand gekommen. Bei Bauarbeiten stießen Arbeiter auf rund 3000 Tonnen vergiftetes Erdreich, das nun fachgerecht entsorgt werden muss. Verantwortlich für die Baustelle ist die Deutsche Bahn, die im Zuge von Infrastrukturmaßnahmen die Gewässerrenaturierung begleitet.
Die Kontamination der Erde wirft Fragen nach Herkunft und Schadstoffgehalt auf. Laut aktueller Analysen handelt es sich um belastete Böden aus historischer Industrie- oder Verkehrsfläche, die nun gesondert behandelt werden müssen. Die Deutsche Bahn hat bereits ein Entsorgungskonzept in Arbeit, um die schadstoffhaltige Erde umweltgerecht abzutransportieren und zu entsorgen.
Die Verzögerung trifft auf großes Interesse bei Anwohnern und Umweltverbänden, die die Renaturierung des Urselbachs als wichtigen ökologischen Schritt für das städtische Biotopnetz gefeiert hatten. Nun wird befürchtet, dass die zeitliche Planung des gesamten Projekts erneut verschoben werden muss. Die Stadt Frankfurt betont jedoch, dass die Umweltsicherheit Vorrang vor zeitlichen Zielen habe.
Quellen: FAZ Online