Die bayerische Radprofisportlerin Antonia Niedermaier hat bei der diesjährigen Tour de France eine herausragende Leistung gezeigt und sich mit Platz vier im Gesamtklassement sowie dem Weißen Trikot für die beste Nachwuchsfahrerin in den Fokus des internationalen Radsports gerückt. Nach ihrem zweiten Platz beim Giro d’Italia im Vorjahr untermauert die Quereinsteigerin aus dem Allgäu damit ihre Entwicklung zu einer weltklasse Athletin.
Niedermaier, die ursprünglich als Leichtathletin aktiv war, wechselte vor fünf Jahren zum Radsport und durchlief die Nachwuchsstrukturen des Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Ihr aktuelles Ergebnis bei der Tour de France ist das beste Abschneiden einer deutschen Frau seit Jahren. „Ich bin unglaublich stolz, dass ich unter den besten Fahrerinnen der Welt mithalten kann“, sagte Niedermaier nach der letzten Bergwertung. „Bayern hat mich geprägt – die langen Anstiege in den Alpen haben mein Training geformt.“
Im bayerischen Sportministerium lobte man die Leistung als „Motivationsschub für den gesamten Breiten- und Spitzensport im Freistaat“. In ihrem Heimatort im Landkreis Oberallgäu wird bereits über eine mögliche Ehrung durch den Bürgermeister diskutiert. Niedermaier selbst will die Saison mit weiteren internationalen Rennen fortsetzen – das Gelbe Trikot, das Symbol für die Gesamtführung, bleibt nun ihr nächstes Ziel.
Quellen: Der Tagesspiegel