Bayerns Landwirtschaft in der Krise: Rainer stellt Erntebericht 2026 vor

Bayerns Landwirtschaft steckt in einer tiefen Krise: Bei der Vorstellung des Ernteberichts 2026 zeichnet Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) ein düsteres Bild der Lage. „Wir erleben eine Krise von nationaler Tragweite“, betonte Rainer am Mittwoch in München. Dürreperioden, extreme Hitze und steigende Betriebskosten hätten die landwirtschaftlichen Erträge erheblich beeinträchtigt.

Laut dem aktuellen Erntebericht liegen die Erträge bei Getreide, Mais und Zuckerrüben deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Besonders betroffen sind Regionen in Unter- und Niederbayern, wo Böden bereits nach wenigen heißen Tagen austrockneten. Auch die Futterknappheit für die Viehzucht verschärft die Lage – viele Betriebe müssen teures Ersatzfutter zukaufen.

Neben den landwirtschaftlichen Flächen leidet auch die Forstwirtschaft unter den Folgen des Klimawandels. In weiten Teilen Bayerns sind Waldschäden durch Borkenkäfer und Trockenheit weiterhin hoch. Rainer kündigte Unterstützung durch zusätzliche Förderprogramme an: „Wir brauchen eine langfristige Strategie für klimaresiliente Land- und Forstwirtschaft.“

Die bayerischen Bauernverbände fordern zudem eine Entlastung bei Energie- und Düngemittelpreisen. „Die Betriebe stehen vor existenziellen Herausforderungen“, sagte ein Sprecher des Bayerischen Bauernverbandes. Rainer betonte, dass die Landesregierung eng mit den Verbänden zusammenarbeite, um Lösungen zu finden. Der Erntebericht 2026 soll als Grundlage für gezielte Maßnahmen dienen, um die Ernährungssicherheit im Freistaat langfristig zu gewährleisten.

Quellen: ZDF Heute – Nachrichten