Die Behörden in der Sächsischen Schweiz haben aufgrund anhaltender Hitzewelle und extremer Trockenheit ein vorübergehendes Betretungsverbot für bestimmte Waldgebiete verhängt. Das Verbot gilt für alle bewaldeten Flächen innerhalb des Nationalparks Sächsische Schweiz sowie angrenzende Regionen, in denen die Bodenfeuchte auf kritische Werte gesunken ist.
Feuerwehr und Forstbehörden befürchten durch Funkenflug oder unvorsichtiges Verhalten von Besuchern neue Brände. „Jeder einzelne Fußgänger kann unter diesen Bedingungen zum Auslöser einer Katastrophe werden“, warnte eine Sprecherin des Landratsamts Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Rauchen, Grillen oder das Anzünden von Feuern jeglicher Art sei strikt untersagt.
Auch Wanderwege, die durch besonders gefährdete Zonen führen, wurden teilweise gesperrt. Hinweisschilder und Absperrungen wurden an Einstiegsstellen errichtet. Die Bevölkerung wird gebeten, sich an die Anordnungen zu halten und alternative Freizeitaktivitäten außerhalb der Waldgebiete zu suchen.
Das Betretungsverbot bleibt mindestens bis zur nächsten Risikoeinschätzung am kommenden Donnerstag in Kraft. Meteorologen erwarten jedoch keine nennenswerten Niederschläge in den nächsten Tagen, sodass die Lage weiter angespannt bleibt. Auch andere Regionen Sachsens prüfen ähnliche Maßnahmen, um die Waldbrandgefahr zu minimieren.
Quellen: FAZ Online