Betrugsversuch vor Frankfurter Buchmesse: ARD warnt vor gefälschten Presseanfragen

Die ARD warnt Autoren und Literaturagenturen vor einem neuen Betrugsversuch im Umfeld der anstehenden Frankfurter Buchmesse. Gefälschte E-Mails, die offiziell erscheinen und angeblich von Kulturredakteuren des öffentlich-rechtlichen Senders stammen, locken Schriftsteller mit Interviewanfragen nach Frankfurt. Doch hinter den Anfragen stecken offenbar Kriminelle, die von den Adressaten schließlich Geld für angebliche Produktionskosten oder Reisekostenvergütungen fordern.

Die täuschend echt gestalteten Nachrichten enthalten korrekte Logos, plausible Absenderadressen und thematisch passende Formulierungen, die besonders unerfahrene Autoren leicht täuschen können. Die ARD betont, dass sie niemals Zahlungen von Interviewpartnern verlangt und bittet darum, verdächtige Mails an ihre Sicherheitsabteilung weiterzuleiten. Auch die Organisatoren der Frankfurter Buchmesse haben mittlerweile eine Warnmeldung auf ihrer Website veröffentlicht.

Die Frankfurter Buchmesse gilt als weltweit größte Veranstaltung ihrer Art und zieht jährlich Hunderttausende Besucher und Tausende Autoren nach Hessen. Gerade in der Vorbereitungsphase steigt die Zahl solcher betrügerischer Aktivitäten. Experten raten dazu, E-Mail-Adressen genau zu prüfen und bei Unsicherheit direkten Kontakt mit den genannten Institutionen aufzunehmen. Die hessische Landesregierung unterstützt Initiativen zur Aufklärung, um die kulturelle Reputation des Standorts zu schützen.

Quellen: FAZ Online