Der Traum vom eigenen Haus wird in deutschen Großstädten immer teurer – doch in ländlichen Regionen bleibt er noch realistisch. Eine aktuelle Untersuchung identifiziert Schleswig-Holstein als eines der Bundesländer, in denen bezahlbare Einfamilienhäuser noch zu finden sind. Gemeinsam mit dem Saarland und Sachsen-Anhalt gehört es zu den Regionen, in denen Immobilienkäufer bei niedrigeren Preisen fündig werden.
Insbesondere im nördlichen und östlichen Teil Schleswig-Holsteins, abseits der Ballungsräume wie Kiel oder Lübeck, liegen die Quadratmeterpreise deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Gründe dafür sind die geringere Nachfrage, die Abwanderung in jüngeren Altersgruppen und die geringere Dichte an Industrie- und Dienstleistungsstandorten. Dennoch zieht es gerade junge Familien und Remote-Arbeiter in diese Gebiete, wo sich Lebensqualität und geringe Mieten vereinen lassen.
Experten sehen in dieser Entwicklung eine Chance für strukturschwache Regionen. Werden Infrastruktur und digitale Anbindung verbessert, könnte Schleswig-Holstein langfristig zu einem attraktiven Standort für Zuzug werden. Die Landesregierung setzt bereits auf Förderprogramme für den Neubau und die Sanierung von Altbauten. Der Immobilienmarkt im Norden bleibt damit nicht nur günstig – er könnte auch ein Modell für andere ländliche Gebiete werden.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen