Im Sommerhitze breiten sich derzeit vermehrt Blaualgen an den Küsten und Gewässern Schleswig-Holsteins aus. Das Landesgesundheitsamt und lokale Behörden haben bereits mehrere Badewarnungen für Strände an der Ostsee sowie für einzelne Binnenseen im Norden ausgesprochen. Besonders betroffen sind Regionen mit stehendem oder langsam fließendem Wasser, wo sich die Cyanobakterien unter hohen Temperaturen und viel Sonneneinstrahlung ideal vermehren können.
Die aktuelle Wetterlage mit anhaltender Trockenheit und Temperaturen über 30 Grad bietet ideale Bedingungen für die Bildung sogenannter Blaualgentümpel, die sich als grünliche, ölige Schlieren auf der Wasseroberfläche zeigen. Bei Kontakt mit der Haut können diese allergische Reaktionen, Juckreiz oder gar Übelkeit und Erbrechen auslösen – insbesondere bei Kindern und empfindlichen Personen. Das Gesundheitsministerium rät daher, auf offizielle Warnhinweise an Badestellen zu achten und bei sichtbaren Algenblüten das Baden zu unterlassen.
Als einfache Faustregel gilt: Wenn das Wasser trüb ist, grün schimmert oder sich filmartig anfühlt, sollte darauf verzichtet werden, einzutauchen. Auch Haustiere wie Hunde sind gefährdet, wenn sie infiziertes Wasser trinken. Umfassende Wasserproben werden derzeit an mehreren Standorten genommen, darunter an beliebten Badestränden an der Lübecker Bucht und im Naturpark Holsteinische Schweiz. Die Behörden betonen, dass die Lage laufend überwacht wird und aktuelle Informationen über die Warnwappen-App des Umweltbundesamts abrufbar sind.
Quellen: Welt Online, ZDF Heute – Nachrichten, ntv – Nachrichten