An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste mehren sich die Schäden durch die invasive Art der Bohrmuschel. Die kleinen Muscheln siedeln sich massenhaft an Hafenanlagen, Schiffsrümpfen und Unterwasserstrukturen an und verursachen nach Schätzungen bereits Schäden im Millionenbereich. Besonders betroffen sind kleinere Häfen und Marinas, in denen die Reinigung von Booten und festen Einrichtungen zunehmend aufwendiger und kostspieliger wird.
Die Bohrmuschel, ursprünglich aus dem Nordpazifik stammend, hat sich über die vergangenen Jahre über den Schiffsverkehr in Nord- und Ostsee ausgebreitet. Durch ihre bohrende Lebensweise schädigt sie nicht nur Holz, sondern auch Beton und Kunststoffe. In Schleswig-Holstein warnen Hafenmeister und Umweltbehörden vor den wachsenden Folgekosten. „Die Reinigungskosten haben sich verdreifacht, und viele private Bootsbesitzer ziehen sich zurück“, berichtet ein Hafenmanager aus der Region Dithmarschen.
Die Landesregierung erwägt nun gezielte Maßnahmen zur Eindämmung des Befalls, darunter regelmäßige Kontrollen und spezielle Anti-Beschlag-Beschichtungen für Schiffe. Gleichzeitig wird befürchtet, dass sich die Ausbreitung durch den Klimawandel weiter beschleunigt. Die Behörden arbeiten eng mit maritimen Forschungsinstituten zusammen, um langfristige Lösungen zu entwickeln.
Quellen: Welt Online