Bonner Rheinfähre stellt Betrieb aufgrund von Niedrigwasser ein

Die historische Rheinfähre zwischen Bonn-Bad Godesberg und Niederdollendorf-Königswinter hat ihren Betrieb vorübergehend eingestellt. Grund ist das anhaltende Niedrigwasser im Rhein, das die Schifffahrt gefährdet. Die Fährverbindung, die normalerweise täglich etwa 3.000 Fahrzeuge befördert, ist damit bis auf Weiteres außer Betrieb.

Die Verkehrsbetriebe Bonn (SWB) bestätigten die Einstellung des Fährdienstes und verwiesen auf die extrem niedrigen Wasserstände, die es unmöglich machen, das Schiff sicher an die Landebrücken heranzuführen. Bereits in den vergangenen Tagen waren die Pegelstände im Rhein auf unter 50 Zentimeter gesunken – ein Wert, der den Regelbetrieb von Fährverbindungen massiv beeinträchtigt.

Als Alternativen empfehlen die Verkehrsbetriebe die Nutzung der Buslinien 66 und 630, die die betroffenen Stadtteile verbinden. Zudem wird auf die Autobahn A565 sowie die B9 als Umleitungsstrecken hingewiesen. Die SWB betonen jedoch, dass die aktuelle Situation besonders für Pendler und Anwohner eine erhebliche Einschränkung darstellt.

Das Niedrigwasser im Rhein ist Folge der anhaltenden Trockenheit in Nordrhein-Westfalen. Experten warnen, dass sich solche Extremsituationen aufgrund des Klimawandels in Zukunft häufen könnten. Die Fährbetreiber hoffen, den Dienst wieder aufnehmen zu können, sobald die Wasserstände steigen – voraussichtlich nach ersten nennenswerten Niederschlägen.

Quellen: ZDF Heute – Nachrichten