Brandenburgs Wohlfahrtsverbände warnen vor Zusammenbruch der ambulanten Pflege

Die großen Wohlfahrtsverbände in Brandenburg haben vor einem drohenden Zusammenbruch der ambulanten Pflege gewarnt. Grund sei die angespannte finanzielle Lage vieler Pflegeanbieter, die durch die aktuelle Pflegereform zusätzlich unter Druck geraten seien. Laut den Verbänden könnten zahlreiche Dienste ihre Leistungen nicht mehr aufrechterhalten, was vor allem ländliche Regionen hart treffen würde.

„Wenn Pflegedienste insolvent werden, droht eine Unterversorgung von pflegebedürftigen Menschen – gerade in strukturschwachen Gebieten“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Verbände befürchten, dass Betroffene gezwungen sind, früher in stationäre Einrichtungen zu wechseln, was zusätzliche Kosten verursacht und die Lebensqualität beeinträchtigen kann.

Die Landesregierung wird aufgefordert, schnelle Hilfen bereitzustellen, etwa durch eine Anpassung der Vergütungsstrukturen oder die Schaffung von Notfallfonds. Zudem solle geprüft werden, wie kleinere Anbieter gestärkt werden können, um die dezentrale Versorgung zu sichern. Experten betonen, dass der demografische Wandel in Brandenburg bereits jetzt hohe Anforderungen an das Pflegesystem stellt – weitere Schwächungen könnten fatale Folgen haben.

Quellen: Der Tagesspiegel